E-Commerce & V-Commerce – als Kombi unverzichtbar oder optional?

Die technischen Entwicklungen und Möglichkeiten in Onlineshops gehen stetig weiter und machen selbst vor den jüngeren Trends des E-Commerce nicht halt. Durch den sogenannten V-Commerce als virtuelle Variante des klassischen Einkaufens im Internet wird Kunden ein neues und direkteres Einkaufserlebnis versprochen. Als absoluter Trend wird sich der V-Commerce in den nächsten Jahren vor allem bei größeren Onlineshops durchsetzen, der klassische E-Commerce dürfte aus verschiedenen Gründen dennoch erhalten bleiben. Im Folgenden lernen Sie die Vorzüge der beiden Varianten kennen, um die Sinnhaftigkeit für den eigenen Shop und den generellen Onlinemarkt zu überblicken.

Welche neuen Impulse bringt der V-Commerce als Konkurrenz zum E-Commerce?

Für den V-Commerce wird eine VR-Brille benötigt, um in die Virtual Reality einzutauchen und das Einkaufserlebnis online mit dem Besuch eines echten Geschäftes vergleichbar zu machen. Die Virtual Reality gewinnt seit wenigen Jahren erheblich an Bedeutung und ist ein beeindruckendes Geschäftsfeld, das zunächst Spieler von einem einzigartigen 3D-Erlebnis überzeugt. Shops bieten ihren Kunden durch den V-Commerce eine lebhafte und direkte Einkaufsform, um Produkte besser zu betrachten oder direkte Beratung in Anspruch zu nehmen. Hierbei ist kein Eintippen von Befehlen mehr möglich, das gesamte Konzept läuft via Sprachsteuerung.

Die flächendeckende Ausbreitung der Technologie ist relativ neu und vor allem für junge Kunden interessant. Diese sind durchs Gaming eher mit der VR-Brille vertraut und haben eine höhere Akzeptanz für ein Einkaufserlebnis mit diesem Device. Für die mittlere und ältere Generation stellt der klassische E-Commerce noch immer eine echte Neuerung dar, die alle Gewohnheiten vom Einkaufen im traditionellen Ladengeschäft erst langsam ablösen.

Die Vorteile des modernen V-Commerce im Überblick

V-Commerce ist direkt, innovativ und sorgt für ein lebhafteres und persönlicheres Einkaufserlebnis.   Mit der Brille lassen sich attraktive technische Features umsetzen. Beispielsweise lässt sich die eigene Person beim Tragen bestimmter Kleidungsstücke begutachten, um diesen die Kaufentscheidung zu erleichtern. Die Technologie macht es möglich, den Einkauf von Waren online auf ein echtes Shopping-Erlebnis vor Ort zurückzuführen und dieses durch eine Vielzahl weiterer Funktionen zu verbessern.

Durch das wachsende Interesse an der Virtual Reality und ihre Etablierung in der Gaming-Szene hat diese Einkaufsform definitiv eine Chance. Es wird vor allem auf die Branche ankommen, ob sich die umfangreiche und direkte Präsentation von Waren anbietet. Viele Funktionen, die mit einer VR-Brille lebhaft wirken, können grundsätzlich auch auf einem Computerbildschirm oder Handydisplay genutzt werden. Wie wichtig Käufern das virtuelle Erlebnis tatsächlich ist, wird von der jeweiligen Zielgruppe abhängen.

Weshalb der klassische E-Commerce weiterhin fortbestehen dürfte

Auch wenn der V-Commerce in wenigen Jahren seine Marktanteile im Online-Business steigert wird, dürfte der klassische E-Commerce aus vielen Gründen erhalten bleiben. Zum einen werden Kunden nicht für jeden einfachen Einkauf von kleinen und alltäglichen Waren in ein virtuelles Kauferlebnis eintauchen wollen. Händler können auch nicht voraussetzen, dass sich jeder potenzielle Käufer eine VR-Brille zulegt, gerade wenn diese nicht zum Spielen oder für andere Zwecke genutzt wird.

Ähnlich wie bei sprachgesteuerten Systemen der Gegenwart wie „Amazon Alexa“ wird zu Beginn ein spielerischer Reiz des Neuen vorliegen. Für die ausführliche Recherche von Artikeln und ihre Präsentation mit detaillierten Infos werden mündige Käufer gerne selbst aktiv werden. So praktisch die Sprachsteuerung in einzelnen Bereichen ist, muss sie nicht für jedes Einkaufserlebnis eine Erleichterung darstellen. Letztlich werden Shops für einen V-Commerce Zeit und Geld für die Entwicklung in die Hand nehmen müssen, was sich auf die Preis auswirken dürfte.

E-Commerce und V-Commerce – ein Fazit

Der V-Commerce wird seine Zukunft in Deutschland und weltweit haben und sich je nach Produkt, Branche und Zielgruppe durchsetzen. Sofern Kunden über eine VR-Brille verfügen und an einem neuen und hilfreichen Einkaufserlebnis interessiert sind, werden Sie gerne auf dieses technische Extra zurückgreifen. Aus dem heutigen Blickwinkel ist beim V-Commerce jedoch eher von einer Ergänzung des klassischen E-Commerce auszugehen, der die breite Käuferschicht anspricht und ohne ein zusätzliches technisches Zubehör genutzt werden kann. Für jeden Shopbetreiber heißt es, die Sinnhaftigkeit einer V-Commerce-Integration zu überdenken, um sich positiv von Konkurrenten abzugrenzen. Gerade in der aktuellen Anlaufphase ist das Verhältnis vom wirtschaftlichen Nutzen zu den geleisteten Investitionen umso stärker zu bedenken.