US-Startup betreibt Transportdrohnen in Größe von Flugzeugen

Der Warentransport von Paketen und Päckchen mittels einer Drohne ist keine Zukunftsmusik mehr und eine Alternative zum klassischen Transport über die Straße. Die unbekannten Flugobjekte sind in ihren Dimensionen aktuell noch klein und auf Einzelsendungen ausgelegt, was sich in naher Zukunft ändern könne. Mit dem jungen US-Unternehmen Nautilus hat es sich ein Dienstleister zur Aufgabe gemacht, das Prinzip der Drohne auf deutlich größere Flugobjekte auszudehnen. Schon für den Sommer 2018 sind erste Tests mit den Flugobjekten geplant, die in einigen Jahren den Warentransport über den Luftweg revolutionieren könnten.

Drohne mit einer Boeing 777 vergleichbar

Das von Nautilus geplante Flugzeug soll in Länge und Spannweite jeweils länger als 60 Meter sein und ist damit mit einem klassischen Verkehrsflugzeug vergleichbar. Nach erster Vorstellung des Konzepts soll das Flugzeug mehr als 90 Tonnen Beladung tragen können und eine Flughöhe von mehr als 6.000 Metern erreichen. Das Konzept ist nicht alleine für den US-Markt interessant, die Zielsetzung von Nautilus ist die Umsetzung von interkontinentalen Flügen nach Europa oder Asien. In der ersten Testphase fallen die Dimensionen noch deutlich geringer aus, aktuell arbeitet das Start-Up mit einem Flugzeug um die neun Meter Länge.

Kostenvorteil als ausschlaggebender Punkt

Dass überhaupt Pläne für eine überdimensionale Drohne bestehen, liegt natürlich am potenziellen Kostenvorteil dieser Transportart. Für die Langstrecke müssen Handelsunternehmen aus den USA aktuell entweder auf die bemannte Luftfahrt oder den Schiffsverkehr zurückgreifen. Gegenüber den Berechnungen von Nautilus soll die Umstellung von klassischem Flugzeug auf Drohne den Kostenfaktor um die Hälfte reduzieren können. Die deutlich günstigere Lösung bleibt im Vergleich hierzu der Warentransport über den Seeweg. Wesentlicher Nachteil hierbei: Die Waren sind je nach Destination mehrere Wochen unterwegs und genügen so nicht mehr den schnellen Liefer- und Produktionswünschen von Unternehmen und Endkunden.

Flugschiff möglicherweise in wenigen Jahren einsatzfähig

Dass die Bezeichnung Nautilus eher mit dem Meer als dem Luftraum zu tun hat, kommt nicht von ungefähr. Bei der Drohne handelt es sich nicht um ein klassisches Flugzeug, sondern ein Flugschiff. Während dieses über seine Flugstrecke hinweg als klassisches Flugzeug im Luftraum unterwegs ist, soll es auf dem Wasser landen. Hierdurch wird ein Transport der Fracht auch in den großen Handelshäfen der Welt möglich werden, um die Entnahme wie bislang bei Frachtschiffen zu realisieren. Sofern die kleiner dimensionierte Testphase im Sommer 2018 gelingt und das Projekt weiterhin erfolgt hat, soll nach Aussagen des US-Startups bereits 2020 mit dem ersten einsetzbaren Prototyp zu rechnen sein.

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