Paletten richtig mit Folie einstretchen – umwickeln & sichern

Die Ware auf Paletten richtig mit Folie zu sichern und zu umwickeln ist ein ständiges Thema in Lager & Versand von Unternehmen. Das Handstretchen ist eine regelrechte Kunstform geworden, die viel Praxis und Know-How erfordert. Wie man Palettenladungen mit Stretchfolie einstretcht, das lernt man anhand eines genauen Verständnisses der verschiedenen Palettenwicklungen wie Fußwicklung, Kreuzwicklung & Kopfwicklung. Alle Drei ergeben im Zusammenspiel am Ende eine gut gesicherte und fixierte Palette, auf der die Ware nicht Gefahr läuft zu verrutschen oder beschädigt zu werden. Doch die Palettenwicklung ist noch für viel mehr zu gebrauchen als zur Stabilisierung und das Verhindern von herabfallenden Kartons. Sie schützt die Ware zum Beispiel zusätzlich vor Sonneneinstrahlung ebenso wie vor neugierigen Blicken. Also, lernen Sie in diesem Beitrag wie man Paletten richtig mit Folie umwickelt und was für Wickeltechniken es gibt. Außerdem erfahren Sie mehr über Palettenwickler und den Unterschied zwischen dem manuellen Einstretchen und dem automatischen Stretchen mithilfe einer Stretchmaschine.

Das Umstretchen einer Palette mit Stretchfolie ist nach wie vor eine der gängigsten, effizientesten und stabilsten Methoden, die Ware auf Paletten zu sichern. Denn das richtige Verpacken der Ware im Karton mithilfe von Klebeband und Luftpolstern ist nur die halbe Miete. Im Anschluss wird nämlich die Palette fachgerecht, sicher und materialsparend verpackt. Der Jahresverbrauch von Stretchfolie in Europa liegt bei über 1,3 Millionen Tonnen, wovon 160.000 Tonnen Deutschland zuzuschreiben sind.

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Umso wichtiger, dass man die Wickeltechniken richtig beherrscht, um das volle (Dehn-)Potenzial der Wickelfolie auch auszuschöpfen. Denn spannt man die Stretchfolie zum Beispiel nicht komplett oder umwickelt die Ware nicht richtig, verschwendet man viel Zeit, Kraft und vor allem auch Material. Mal abgesehen davon, dass die Ware droht beschädigt zu werden und zu verrutschen. Weiss man hingegen wie man eine Palette richtig wickelt, dann senkt man die Materialkosten im Lager. Gleichzeitig senken Sie die Belastung Ihrer Mitarbeiter, die, Dank Handabroller für Stretchfoliekeinerlei manuellen Kraftaufwand mehr für das Einstretchen einer Palette benötigen. Dafür sorgt die Symbiose aus Halt und Gegendruck. Gleichzeitig dehnt der Handabroller die Stretchfolie immer maximal, wodurch Sie kein Material verschwenden und die wirtschaftliche Effizienz erhöhen, während der Arbeitsaufwand sich gleichzeitig verringert. So schützen & sichern Sie Ihre Waren und Paletten effektiv – vor Schäden und Diebstahl (schwarze Stretchfolie).

Wie man Paletten mit Stretchfolie umwickelt

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Man umwickelt Paletten mit Folie, um einzelne Packstücke auf einer Palette zu einer Einheit zu bündeln und zu fixieren. So sichert man die Palettenladung, indem man das Verrutschen und Herausfallen einzelner Kartons und Waren verhindert. Mini-Stretchfolie ergänzt diese Technik zusätzlich. Sie ist mit 100mm nur 1/3 so breit wie die schmalste Rolle herkömmlicher Wickelfolie. So können Sie zwar keine komplette Palette umwickeln, dafür aber einzelne Waren und Produkte. Ideal für Waren aus mehreren Kleinteilen und Teillieferungen, die Sie mithilfe der Minifolie bündeln können, sodass sie garantiert vollständig beim Endkunden ankommt. Aber wieso wird in Deutschen Unternehmen eigentlich 24/7 gestretcht und gewickelt? Was ist der Vorteil von Stretchfolie gegenüber anderen Ladungssicherungen.

Vorteile von Stretchfolie:

  • einfache Anwendung, vor allem mit Handabroller
  • zeit- und kostensparend
  • effizient und effektiv zugleich
  • Dehnbarkeit sorgt für eine Verfestigung der palettierten Ware beim Umstretchen
  • schützt Produkte vor Feuchtigkeit, Sonnenstrahlen & Witterungseinflüssen

Um die bestmögliche Stabilität bei der Palettensicherung zu erreichen ist es wichtig, dass sie erst unmittelbar vor der Anwendung gedehnt wird, denn nur dann entsteht die nötige Rückstellungskraft / Rückspannkraft, um die Ware effektiv zu fixieren. Mittlerweile können Sie zwar auch vorgedehnte Stretchfolie kaufen, was den Arbeitsaufwand und die Kraftanstrengung zusätzlich reduziert. Allerdings setzen viele Unternehmen weiterhin auf das manuelle Stretchen der Folie.

Vorteile & Nachteile vorgedehnter Stretchfolie:

  1. Vorteil: Behält ihre Form, da bereits maximal gedehnt. So sparen Sie Material und Kosten
  2. Nachteil: die Stabilisierung und Sicherung der Palette ist schwächer, da weniger Rückspannkraft

Vorteile & Nachteile normaler Stretchfolie:

  1. Vorteil: Stretchfolie wird beim Umstretchen der Palette länger und erzeugt mehr Rückspannkraft – mehr Stabilität
  2. Nachteil: Wird auch schmaler und es wird insgesamt mehr Material benötigt, was die Kosten erhöht

Weiterhin unterscheidet man noch zwischen manuellen Einstretchen durch Ihre Mitarbeiter und dem automatischen Umwickeln der Paletten via Stretchmaschine. Für Letztere benötigen Sie entsprechende Maschinenstretchfolie. Ein Mitarbeiter wird nie dieselbe Stabilisierung erreichen wie eine automatisch eingestretchte Palette. Manuelles Einstretchen eignet sich deshalb vor allem für den Schutz vor Staub, Sonneneinstrahlung (schwarze Stretchfolie) & neugierigen Blicken und somit vor Diebstahl. Für eine perfekte Ladungssicherung empfehlen wir jedoch die Investition in eine Stretchmaschine und den Einsatz von Maschinenstretchfolie.

Manuelles Einstretchen:

  • optimal für Schutz vor Staub & Sonneneinstrahlung
  • Schutz der Ware vor neugierigen Blicken & Diebstahl
  • eher für interne Warenbewegungen geeignet, ähnlich dem Paletten-Dehnband

Automatisches Einstretchen:

  • optimal für die Stabilisierung und Sicherung von Palettenladungen
  • spart Material und reduziert den Materialverbrauch
  • geht wesentlich schneller

Paletten manuell stretchen – Fußwicklung, Kreuzwicklung, Kopfwicklung

Wir beschäftigen uns hier ausschließlich mit dem richtigen manuellen Einstretchen einer Palette mit Stretchfolie, nicht mit dem Wickelvorgang einer Stretchmaschine. Die richtige Technik ist maßgeblich entscheidend für die Stabilität der Ladeeinheit.

Von der Fußwicklung zur Kopfwicklung

  1. Wickeln Sie ungefähr 1 Meter Stretchfolie von der Rolle ab und knoten Sie diese am Fuß der Palette fest.
  2. Umwickeln Sie dann den Palettenfuß mit der Folie 6 bis 13 mal (Fußwicklung).
  3. Danach mit ca. 60 %iger Überlappung nach oben weiter wickeln (spiralförmig / Kreuzwicklung).
  4. Am oberen Ende der Ladung den sog. „Palettenkopf“ dreimal bis viermal mit der Folie umwickeln (Kopfwicklung) und dann wieder von oben nach unten spiralförmig stretchen – da Sie sich vorher von Unten nach Oben und nun von Oben nach Unten gewickelt haben, ist der Mittelteil der Palette nun insg. zweimal umwickelt worden, was für die Kreuzwicklung definitiv ausreichen sollte.
  5. Kurz vor der letzten Umwicklung abreißen und zum Abschluss mit der Hand einmal rüber streichen, um die Folie zu fixieren.

Die Fußwicklung

Die Fußwicklung beschreibt den ersten Schritt des manuellen Einstretchens einer Palette. Dabei wickelt man ca. 1 Meter der Stretchfolie von der Rolle ab und knotet diese am Fuß der Palette fest. Anschließend umwickelt man diesen ca. Acht bis Zwölfmal. So sichern Sie die Verbindung der Ware zum Ladungsträger (Palette), welche für die Stabilisierung und Ladungssicherung maßgeblich ist.

Optional können Sie die Fußwicklung in zwei Schritten vornehmen, indem Sie Vier bis Sechsmal den Fuß umwickeln, anschließend mit dem spiralförmigen Einstretchen von Unten nach Oben weitermachen, die Kopfwicklung vornehmen, dann wieder spiralförmig die Kreuzwicklung nach Unten vornehmen und dann nochmals Vier bis Sechsmal den Fuß umwickeln. So gehen Sie sicher, dass Sie am Anfang nicht zu viel Folie verbrauchen. In der Regel umwickelt man den Fuß aber direkt vollständig und macht erst dann mit Kreuz- und Kopfwicklung weiter.

Die Kreuzwicklung – aufwärts & abwärts

Die Kreuzwicklung nimmt man insgesamt zweimal vor, sodass am Ende der Mittelteil der Palette doppelt „über Kreuz“ umwickelt wurde, sozusagen die komplette Einheit des Packstückes. Nachdem Sie die Fußwicklung vorgenommen haben, stretchen Sie den mittleren Bereich der Palette spiralförmig von Unten nach Oben ein (Aufwärts-Kreuzwicklung), indem Sie die Folie in einer Aufwärtsbewegung an der Ladung entlangführen. So entsteht die Kreuzwicklung und sorgt für Stabilität. Wenn Sie Oben angekommen sind, nehmen Sie zunächst die Kopfwicklung vor und umwickeln die Ladung anschließend erneut mit der Kreuzwicklung, nur diesmal von Oben nach Unten (Abwärts-Kreuzwicklung), in einer Abwärtsbewegung. Zwei Lagen Folie um den Mittelteil der Palette genügen normalerweise, um die Ladung gegen Kippen und Verrutschen zu sichern. Eine richtig gewickelte Palette mit einem Gewicht von ca. 450 Kilo hält mindestens Kräften von 0,67 g statt, was einem Kippwinkel von 34 Grad entspricht – mehr als bei einer typischen Ausweichbewegung mit einem LKW. 

Die Kopfwicklung

Dieser Begriff beschreibt das Umwickeln des Palettenkopfes. Die oberen Waren einer Ladungseinheit sind beim Bremsen und Ausweichen des Transportmittels sehr hohen Fliehkräften ausgesetzt, bzw. bei einer LKW-Vollbremsung auf der Autobahn. Deshalb sollte der obere Bereich ausreichend stabilisiert und eingestretcht werden. Wir empfehlen Vier bis Fünf Umwicklungen, abhängig vom Gewicht der Waren. Nachdem Sie nun also Fußwicklung und die Aufwärts-Kreuzwicklung vorgenommen haben und am Kopf angekommen sind, umwickeln Sie diesen nun ebenfalls. Anschließend machen Sie mit der Abwärts-Kreuzwicklung weiter.

Welche Stretchfolie für welches Palettengewicht

Die Stärke von Stretchfolie wird normal in my angegeben, i.d.R. zwischen 8my und 23my. Die gängigsten Stärken sind 17, 20 und 23my. Aber was bedeutet das genau und welche Folie eignet sich für welches Palettengewicht?

Bildnachweise

Titelbild: Adobe Stock / Photographee.eu